Neuigkeiten

14.12.2023 #Bildende Kunst #kulturlxnews #Residenz

Julien Hübsch, Stipendiat der Recherche- und Arbeitsresidenz für bildende Künstler:innen in Montreal in 2024

Julien Hübsch © Lorena Kiehle

Kultur | lx – Arts Council Luxembourg vergibt im Rahmen einer Ausschreibung in Zusammenarbeit mit der Fonderie Darling in Montreal eine dreimonatige Recherche- und Arbeitsresidenz für bildende Künstler:innen in der Fonderie Darling in Montreal.

Die Jurymitglieder Justine Blau (Künstlerin und Stipendiatin 2023), Stéphane Meyers (Rotondes) und Stilbé Schroeder (Casino Luxembourg – Forum d’Art Contemporain) bewerteten die eingegangenen Bewerbungen und gaben ihre Empfehlung an die Fonderie Darling ab. Am Ende des Verfahrens wurde Julien Hübsch vom Verwaltungsrat der Fonderie Darling ausgewählt.

Während seines Residenzaufenthalts, der zwischen September und November 2024 stattfindet, wird er die temporären urbanen Interventionen in bestimmten Stadtteilen Montreals erforschen, die über den Sommer entstehen, um bestimmte öffentliche Räume aufzuwerten und anschließend im Winter anderen Zwecken zu dienen. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht ein besonderes Interesse an den historischen Spuren, die diese Eingriffe hinterlassen.

Erläuterung der Jury

Das Auswahlkomitee wählte den Künstler Julien Hübsch aufgrund der Qualität seiner künstlerischen Praxis aus, die auf einer rohen Ästhetik und der erfinderischen Verwendung von Alltagsmaterialien beruht. Durch Interventionen in der Stadt und im Ausstellungsraum, immer in Verbindung mit der Architektur, setzt sich der Künstler mit Themen auseinander, die für die kuratorische Vision der Fonderie Darling, ihre urbane Lage und ihren Status als ehemalige Industriebrache zentral sind. Die Mitglieder des Auswahlkomitees möchten auch die Relevanz und Kohärenz des für die Residenz vorgeschlagenen Forschungsprojekts mit dem Titel Sometimes in the fall hervorheben.

Über Julien Hübsch

Julien Hübsch (*1995 in Esch-sur-Alzette, Luxemburg) ist ein multidisziplinärer Künstler, der derzeit zwischen Mainz und Luxemburg lebt. Nach seinem Studium an der Bauhaus-Universität Weimar, der Kunsthochschule Mainz und der HGB Leipzig machte er 2023 seinen Abschluss in der Klasse „expanded painting“ von Shannon Bools in Mainz.

In seinen Arbeiten beschäftigt er sich mit temporären Interventionen im urbanen/öffentlichen Raum wie Baustellen und Vandalismus und schafft Werke, die zwischen Malerei, Objekt, Installation und Environment schwanken. Sein Ziel ist es, direkt aus seinem Forschungsgebiet zu extrahieren und zu zitieren und so Zeitzeugen eines abstrakten urbanen Raums zu schaffen.

Julien Hübsch wird seit 2021 von der Reuter Bausch Art Gallery vertreten und war unter anderem an Ausstellungen in Frankfurt, Berlin, Mainz, New York und Luxemburg beteiligt. Er ist außerdem Preisträger des diesjährigen „Prix Grand-Duc Adolphe“.